INFLUENCES #100 – Beatles

Heute also großes Finale. Die #100 steht an und damit wird die INFLUENCES Reihe nach über 2 Jahren mit der Band beendet, mit der alles für mich begann, die Beatles.
Well, es ist natürlich nicht sehr außergewöhnlich zu behaupten, dass einen „die größte Band aller Zeiten“ beeinflusst hat. Applaus! Ich behaupte allerdings, dass man zu diesem Titel nicht einfach so kommt, sondern, dass etwas dahinter steckt. Anfänglich war die Band sicherlich „nur“ die erste große erfolgreiche Boygroup der Welt und entsprechend auch ihre Musik. Mit ihrer persönlichen folgte aber auch ihre musikalische Emanzipation und ihre Musik und ihre Texte sind bis heute Zeugnis davon.

Ich war ca. 8 Jahre alt, als mich die Beatlemania traf. Mein Vater hatte das blaue Album auf Schallplatte und ich zusätzlich das rote Album auf Cassette. Bei uns zu Hause lief viel Radio und so gelangten alle aktuellen Titel recht häufig in meinen Gehörgang aber bei den Beatles schwang ein bestimmtes Gefühl mit, das ich nur dort in dieser Intensität spürte und das auch zum ersten Mal in meinem Leben.
Ich begann Fan zu werden und musste meinen nicht zeitgemäßen Musikgeschmack in der Grundschule gegen die David Hasselhoff Fans verteidigen, hatte aber wiederum ein Stein im Brett beim Klassenlehrer. Irgendwie war hier der Grundstein dafür gelegt, dass man „etwas tiefer gräbt“ bei seiner Musikwahl. Das führt wie ein roter Faden durch meinen Lebenslauf und das können sicherlich viele nachvollziehen, die ähnlich unterwegs waren und sind. Für mich hatten die Beatles einfach mehr Seele, mehr Ehrlichkeit, mehr Herz in ihrer Musik als vieles, was sonst so raus kam (dennoch war das ja alles Gold gegen das Plastik, was heute in den Charts läuft). Generell war die Musik der 60er und 70er so wahnsinnig geprägt von dem Glauben etwas Positives bewirken zu können. Die Musik war politisch, sozialkritisch und ein echtes Mittel zur Veränderung und zum Aufbruch. Viele Musiker dieser Zeit haben das geschafft, was David Hasselhoff nur vorgibt geschafft zu haben. Sie haben wirklich etwas bewegt. Mich auf jeden Fall!

Ich erinnere mich an eine mehrstündige Sondersendung zum Todestag von John Lennon auf SWF3, moderiert von Elmar Hörig. Damals wohl der beste Radiomoderator und einer meiner Kindheitshelden, heute hetzt er dumm und hohl gegen Flüchtlinge…das nur am Rande. Ich nahm diese Sendung auf 3 Cassetten auf und hörte die Anekdoten, Interviewschnipsel und Musik immer wieder. An Silvester kam oft Yellow Submarine im Fernsehen und ich las Bücher über die Band und über John Lennon. Ich bin sehr froh, dass mich dieser charismatische Mensch, der für Frieden und Freiheit einstand, so früh und so nachhaltig prägen konnte. Ich mochte auch seine provokative und exzentrische Art. Sie unterstrich seine Ehrlichkeit.
Was für ein tragischer Verlust sein Tod doch ist. Mich macht das heute noch wütend und traurig, dass er erschossen wurde, als ich noch im Bauch meiner Mutter war.

Das war nun also die letzte Nummer. Weitere könnten natürlich folgen und mir fielen auch schon Interpreten ein, die ich gern noch gepostet hätte aber man könnte das wohl endlos weiter machen. Einige werden sicher froh sein, dass sie nun von meinem Ego-Spam erlöst sind aber ich kann das eigtl. nur jedem empfehlen mal selbst zu machen, in welcher Art auch immer. An 100 Montagen habe ich eine kleine Reise in meine Vergangenheit unternommen und auch die Musik noch mal gehört, mich noch mal mit den Interpreten kurz beschäftigt.
So ein kleiner Blick zurück, wo man herkommt und was einen geprägt hat, was einem wichtig ist im Leben, kann eigtl. nicht schaden. Mir hat es auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht.

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